Pura Beji
Der Pura Beji ist zwar ein recht kleiner Tempel, zählt aber zu den schönsten Heiligtümern der Region. Er liegt in Sangsit im Norden Balis, nur etwa 5 km östlich der Hafenstadt Singaraja.
Impressionen vom Pura Beji


Pura Beji, einer der kunstvollsten Tempel Balis
Schon das Schild am Eingang unterscheidet sich von den einfachen Tafeln anderer Tempel


Pura Beji, einer der kunstvollsten Tempel Balis
Das Eingangstor ist mit kunstvollen Ornamenten verziert
Erbaut wurde er im 15. Jahrhundert vom örtlichen Subak, also der Genossenschaft der Reisbauern, zu Ehren der Reis- und Fruchtbarkeitsgöttin Dewi Sri. Diese soll im Gegenzug für eine reiche Ernte sorgen.
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Der Tempel ist ein Paradebeispiel für den Baustil Nordbalis und unterscheidet sich stark von den aus Südbali bekannten Heiligtümern. Er besteht nämlich nicht aus einem Innenhof (jeroan) mit zahlreichen Schreinen und Meru, sondern besitzt ein zentrales Hauptgebäude im Innern der Tempelanlage.
Dieses zentrale Heiligtum, ein geschlossener Schrein (gedong) sowie die Pavillons und die Mauern die den Tempel umgeben, sind mit überschwänglichen Verzierungen und Reliefs versehen. Hier finden sich Blumenmuster, Arabesken, Dämonen und Garudaskulpturen.
Das Eingangsportal ist mit Skulpturen von Göttern, Dämonen, Fabelwesen, Wächterfiguren und Symbolen des Weltenbaums (kayonans) übersäht. Diese werden nicht wie sonst üblich frontal dargestellt, sondern in Bewegung. So entsteht eine ganz eigene Dynamik die den Betrachter sofort in ihren Bann zieht.
Zudem bestehen die Gebäude nicht aus dem auf Bali üblichen schwarzen Vulkangestein, sondern aus eher rosafarbenem Sandstein. Gerade diese Andersartigkeit zieht viele Besucher aus Bali und dem Rest der Welt an, dennoch ist die Anlage keinesfalls überlaufen.
Der im Gegensatz zu den aufwändigen Gebäuden sehr schlicht gehaltene Tempelhof sorgt für etwas Ruhe. Man findet hier lediglich einige Bäume und eine Rasenfläche.
Die gesamte Anlage ist sehr symmetrisch aufgebaut, die Hauptgebäude und das Eingangstor liegen auf einer Achse. Am Ende dieser Achse befindet sich eine rechteckige Plattform, die über vier Treppen zugänglich ist. Hier stehen die wichtigsten Schreine und Throne der Götter.
Ein klein wenig erinnert der Stil des Pura Beji an die chinesische Architektur. Speziell die nach oben geschwungenen Ecken des Pyramidendaches des Gedong oder die in schlangenform geschwungenen Dachgrate muten auffällig chinesisch an.




























