Brahma Vihara Ashrama
Neben den vielen hinduistischen Tempelanlagen, gibt es auf Bali auch buddhistische Heiligtümer. Das wichtigste davon ist das Kloster Brahma Vihara Ashrama (Wihara Buddha Banjar) in Banjar, das einzige buddhistische Kloster Balis.
Impressionen aus dem Brahma Vihara Ashrama


Balis buddhistischer Tempel Brahma Vihara Ashrama
Die Tempelenlage liegt am Hang mit Blick über Balis Berge


Balis buddhistischer Tempel Brahma Vihara Ashrama
Die recht weitläufige Anlage erstreckt sich über mehrere Höfe
Der Name setzt sich zusammen aus den Begriffen Brahma, Vihāra und Ashram. Vihara bedeutet so viel wie „Wohnstätte“ oder „Ort des Verweilens“, Brahma ist eine der wichtigsten indischen Gottheiten und ein Ashram ist ein klosterähnliches Meditationszentrum und bedeutet übersetzt „Ort der Anstrengung“.
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Das Kloster liegt in Nordbali oberhalb des Dorfes Banjar, etwa zehn Kilometer von Lovina entfernt. Erbaut wurde es in den Jahren 1958 bis 1970 von von Bhikku Giri Rakhita, einem mächtigen Brahmanen, der zum in Thailand sehr verbreiteten Theravada-Buddhismus konvertierte.
Zusammen mit der indonesischen Regierung hat Thailand einen großen Teil der Anlage finanziert, weshalb sich viele thailändische Verzierungen, eine goldene Buddhastatue, sowie eine Sammlung von Thailändischen Bildern und Kunstwerken darin finden.
Der Tempel wird gelegentlich auch als klein-Borobudur bezeichnet, quasi als kleine Schwester des großen Heiligtums auf Java. Die Anlage wird perfekt gepflegt und bietet trotz ihrer relativ geringen Größe eine Menge sehenswerte Dinge.
Man sollte sich also schon genügend Zeit nehmen, um die zahlreichen Buddhastatuen, Stupas und Hallen sehen und die vielen Treppenstufen meistern zu können.
Schon der erste Vorhof, kurz nach dem Eingang mit den steinernen Wächtern, ist eine Sensation für sich. Ein mit Blüten übersäter Lotosteich empfängt den Besucher und leitet ihn in sanftem Bogen in die Anlage.
Die Haupthalle des Ashrams beherbergt Reliefs und Skultpuren, die das Leben Buddhas von seiner Geburt bis zu einer Erleuchtung darstellen. In einer Nebenhalle steht eine goldene Buddhastatue, begleitet von zwei Figuren des Avalokiteshvara, dem Heilsbringer der Mahayana-Buddhismus.
Mit etwas Glück erhascht man einen Blick durch ein offenes Fenster in die kargen Räume der Mönche. Ein Bett und ein Haken an der Wand sind die ganze Einrichtung. Oder man sieht einen der wenigen gelbgewandeten Mönche beim Meditieren, es werden hier auch zweiwöchige Meditationskurse angeboten.
Der Ausblick ist durch die Lage des Tempels auf einem Hügel grandios, der Blick schweift über das grüne Tal mit seinen Reisfeldern und Palmen bis zum Meer.
Eintritt wird hier keiner fällig, über eine kleine Spende freut sich die Klostergemeinschaft natürlich. Das Betreten ist wie auf Bali üblich nur mit einem Sarong gestattet. Dieser muss selbst mitgebracht werden, denn vor Ort kann er nicht ausgeliehen werden.
Vor dem Betreten der heiligen Hallen, muss man seine Schuhe vor dem Eingang ausziehen. In der näheren Umgebung des Klosters finden sich einige kleinere Shops und Warungs in denen Getränke und kleinere Speisen serviert werden.

































