Pura Tanah Lot
Einer der wichtigsten und heiligsten Tempel Balis, neben dem Muttertempel Besakih, ist der Pura Tanah Lot im Südwesten der Insel. Zugleich ist er eines der bekanntesten und beliebtesten Ausflugsziele für einheimische und ausländische Touristen.
Impressionen aus Tanah Lot
Der hinduistische Meerestempel liegt nämlich überaus eindrucksvoll auf einem Felsen direkt vor dem Ufer. Daher kommt auch der Name, Tanah bedeutet Land und Lot bedeutet Meer, zusammen also „Land inmitten des Meeres“, Pura steht allgemein für Tempel. Der Tempel ist auch unter den Bezeichnungen Tanah Let = altes Land oder Tanah Lod = Land des Südens bekannt.
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Die Felseninsel mit dem Haupttempel ist nur bei Ebbe zu erreichen, bei Flut spülen meterhohe Wellen über den etwa 50 Meter langen Zugangsweg aus rundgeschliffenen Steinen und dunklem Sand.
Anreise nach Tanah Lot
Der Pura Tanah Lot liegt im Süden der indonesischen Insel Bali im Bezirk Tabanan direkt an der Küste. Der nächste größere Ort ist Kuta & Legian in südöstlicher Richtung. Nach Nordwesten muss man eine ganze Weile fahren um mit Rambut Siwi die nächste größere Stadt zu erreichen.
Im Norden liegt die Stadt Tabanan, Hauptstadt des Bezirkes. Die Anreise ist mit dem Auto oder jedem anderen Verkehrsmittel möglich, man fährt bis zum Ort Kediri, von dort führt eine Seitenstraße zur Küste und zum Tempel. Jeder Fremdenführer kennt die Anlage und fast jedes Hotel bietet Touren dorthin an.
Koordinaten (Bestimmt mit Garmin 62st):
Süd 8°37'14.17 Ost 115°05'13.80
Zum Heiligtum, das wie alle balinesischen Tempel nur gläubigen Hindus zugänglich ist, führt eine kurze Treppe. Diese darf von Besuchern noch betreten werden, der Innenhof (jeroan) mit den fünf Schreinen (meru), die den Meeresgöttern geweiht sind, ist verschlossen, aber problemlos einsehbar. Auch das Fotografieren ist erlaubt.
Unter dem Tempel befindet sich eine kleine Höhle mit einer heiligen Quelle, die quasi mitten im Meer entspringt. Ein Priester betreut sie und gegen ein kleines Entgelt darf man sich mit dem Wasser die Hände oder das Gesicht waschen oder einen Schluck trinken. Gegenüber auf der Seite des Festlandes gibt es ebenfalls eine Höhle, diese allerdings mit giftigen Schlangen, die man sich vorführen lassen kann. Angeblich haben sie trotz ihrer Giftigkeit noch niemanden gebissen.
Legendär ist der Sonnenuntergang in Tanah Lot, wenn sich die Silhouette der Schreine gegen den orangefarbenen Abendhimmel abhebt. Da dieser Sonnenuntergang allerdings genauso bekannt ist wie die Anlage selbst, ist es abends sehr voll und die Touristen werden Busweise herangebracht. Man sollte sich also frühzeitig einen Platz reservieren oder einfach früh am Morgen kommen. Zu dieser Zeit sind kaum Besucher da, die Morgensonne zaubert aber eine Stimmung herbei, die der am Abend in nichts nachsteht.
Aufgrund der mittlerweile über eine Million Besucher pro Jahr ist das Gelände um den Tempel sehr kommerziell geworden. Bevor man zur eigentlichen Anlage gelangt muss man durch ein Labyrinth von Verkaufsständen mit allerhand Souvenirs wandern. Aber man muss ja nichts kaufen, wenn man nicht möchte.
Neben dem eigentlichen Tempel auf der Felseninsel gibt es auf dem Areal noch einige kleinere Nebentempel. Es sind dies der Penataran Tempel, der Penyawang Tempel, der Jero Kandang Tempel, der Enjung Galuh Tempel, der Batu Bolong Tempel, der Batu Mejan Tempel, das Tri Antaka Monument und der Pakendungan Tempel.
Gegründet wurde die Anlage aufgrund des Besuches des javanischen Hindupriester Danghyang Nirartha (Pedanda Sakti Bau Rau). Dieser befand sich Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts vermutlich auf der Flucht vor dem sich auf Java ausbreitenden Islam und kam so nach Bali.
Während einer Reise sah er ein Licht an der Küste und bei genauerem Hinsehen fand er eine geheimnisvolle kleine Insel im Meer. Er meditierte an der Küste und zog so die Aufmerksamkeit der ortsansässigen Priester und einiger Schüler auf sich. Um Ärger mit den einheimischen Priestern zu vermeiden, setzte er seine Meditation auf der Insel fort und gründete so den Tempel.
Aktivitäten
Legendär ist der Sonnenuntergang in Tanah Lot, besonders für Fotografen. Abends ist allerdings auch der Besucheransturm am größten, man sollte sich frühzeitig einen Platz suchen oder zu einer anderen zeit kommen. Auch am Morgen ist die Stimmung wundervoll, aber es sich weniger Menschen dort.
Der Tempel selbst darf, wie alle balinesischen Tempel, nur von gläubigen Hindus betreten werden, ansonsten gelten die gleichen Verhaltensregeln wie in allen anderen Tempeln Balis auch. Zugänglich ist die kleine Felseninsel nur bei Ebbe, bei Flut wird der Zugang überspült.
Das heilige Wasser der Höhle am Fuße der Felseninsel darf gegen ein kleines Entgelt getrunken werden, alternativ kann man seine Hände oder das Gesicht darin waschen. Gegenüber am Festland kann man in einer weiteren Höhle die dort lebenden Giftschlangen bewundern, wenn man möchte.
Wer gerne wandert, der kann von Kuta & Legian aus am Strand entlang zum Tempel gelangen. Im Süden der Tempelanlage liegt der weltberühmte Nirwana Golfkurs, wer also auf sportliche Aktivität aus ist, der kann hier eine Runde spielen. Jedes größere Hotel bietet diese Möglichkeit im Anschluss an die Tempelbesichtigung an.
Etwa sieben Kilometer nördlich von Tanah Lot befindet sich das Dorf Pejaten, ein Zentrum der Keramikherstellung auf Bali. Auch dieses Dorf ist einen Besuch wert, wenn man in der Gegend ist.





































