Pura Luhur Uluwatu
Gute 100 Meter über dem Meer, unter ihm die tosenden Wellen des indischen Ozeans, vor ihm die atemberaubende Aussicht liegt einer von Balis heiligsten und bekanntesten Tempeln. Der Pura Luhur Uluwatu, was so viel wie "Tempel über dem Fels" bedeutet.
Impressionen aus dem Pura Luhur Uluwatu


Der Pura Luhur Uluwatu ist einer von Balis wichtigsten Tempeln
Die Tempelanlage selbst ist nur Gläubigen zugänglich, kann aber von Außen eingesehen werden


Der Pura Luhur Uluwatu ist einer von Balis wichtigsten Tempeln
Ein schmaler Pfad führt in den hinteren Teil des Geländes


Der Pura Luhur Uluwatu ist einer von Balis wichtigsten Tempeln
Zahlreiche frei lebende Affen machen den Besuch spannend


Der Pura Luhur Uluwatu ist einer von Balis wichtigsten Tempeln
Die Tempelanlage selbst ist nur Gläubigen zugänglich, kann aber von Außen eingesehen werden
Er liegt etwa 20km von Jimbaran und Nusa Dua entfernt und ist nicht nur als Tempel bekannt sondern auch wegen seiner atemberaubenden und typisch balinesischen Architektur und natürlich wegen der vielen Affen die in ihm leben.
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Fast 1000 Jahre ist die Anlage alt. Erbaut wurde sie im 11. Jahrhundert von Mpu oder Empu Kuturan, einem weisen Priester. Dieser ging hier ins Nirwana ein oder wie die Balinesen es ausdrücken würden in die Versenkung Moksa. Daher kommt auch das "Luhur" im Namen, denn Moksa erlangen heißt auf balinesisch "Ngeluhur".
Anreise nach Uluwatu
Der Tempel Pura Luhu Uluwatu liegt im Westen der Halbinsel Bukit Badung. Zu erreichen ist er von Denpasar oder dem internationalen Flughafen Ngurah Rai über Jimbaran und Pecatu.
Man muss sich rechts halten, denn nach links landet man in Nusa Dua.
Koordinaten (Bestimmt mit Garmin 62st):
Süd 8°49'39.29 Ost 115°05'04.11
Geweiht ist Pura Luhur Uluwatu der Göttin Dewi Danu, der Schutzgöttin des Meeres, weshalb hier insbesondere die Fischer der Insel Bali um Schutz bitten. Dies ist sehr wichtig, denn den Balinesen zufolge ist das Meer die Heimat vieler Dämonen, gefährlicher Götter und des Bösen im Allgemeinen.
Der Legende nach soll die ganze Klippe und der aus Korallengestein erbaute Tempel einst ein Schiff gewesen sein, welches dort zu Stein erstarrte. Mit etwas Fantasie lässt sich das aus dem richtigen Blickwinkel sogar nachvollziehen.
Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage grundlegend saniert, von Dang Hyang Nirartha, einem Reformpriester der später unter dem Namen Betara Sakti Wawu Rauh verehrt wurde. Ihm widerfuhr in der dreistöckigen Pagode des Tempels die Erleuchtung.
Der innere Bereich des Tempels ist für Touristen zwar nicht zu betreten, das ist hinduistischen Gläubigen und den Priestern vorbehalten. Aber imposant ist die Anlage deswegen nicht weniger, alleine der Ausblick und der Sonnenuntergang lohnen die Anfahrt schon. Um die äußere Anlage besichtigen zu können muss, wie in Bali üblich, ein Sarong getragen werden. Diesen kann man sich am Eingang für eine kleine Spende ausleihen oder kaufen.
Zur Tempelanlage gehören noch der Unterwelt- oder Totentempel Pura Dalem sowie zwei weitere Gebäude. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Hof mit eigener Symbolik. Noch immer finden hier zahlreiche Zeremonien statt, wie es ja für die ganze Insel Bali gilt. Zudem findet jeden Abend der Kecak-Tanz statt, einer der traditionellen und absolut sehenswerten Tänze Balis.
In acht nehmen sollte man sich vor den Affen, die die Anlage seit Urzeiten bewohnen. Diese stürzen sich nicht nur auf alles Essbare sondern auch auch Sonnenbrillen, Ketten, Uhren, Schmuck und alles was nicht niet und nagelfest ist. Gegenwehr ist zwecklos und auch nicht zu empfehlen, Affen haben scharfe Zähne und sind blitzschnell.
Die Gegend um den Tempel herum ist für Bali eher untypisch trocken und ohne die sonst so üppige tropische Vegetation. Dafür behindert auch nichts den wunderschönen Panoramablick über den Ozean bis hinüber zur Küste Westbalis.
Früher war hier ein beliebtes Jagdgebiet der Rajas von Denpasar, vermutlich wegen seiner Abgeschiedenheit. Genau die ist es, die das Gebiet vor all zu viel Kommerz und Tourismus bewahrt hat. Außer ein paar Essens- und Grillstände, bei denen es leider immer noch Schildkrötenfleisch zu kaufen gibt, hat Uluwatu nicht viel zu bieten. Das Schildkrötenfleisch ist bei den Balinesen und bei japanischen Touristen sehr beliebt, es soll die Manneskraft stärken. Der intensive Fang der Tiere hat die Gattung nahezu ausgerottet, Verbote gibt es zwar aber es hält sich kaum jemand daran.
Aktivitäten
Der Tempel Pura Luhur Uluwatu liegt sehr abgeschieden, es gibt also außer der Tempelanlage und dem wunderschönen Ausblick kaum etwas zu sehen. Jeden Abend findet eine Vorführung des Kecak-Tanzes statt, die absolut sehenswert ist.
In der Umgebung des Tempels liegen einige der besten Surfstrände Balis, die allerdings nur für geübte Surfer geeignet und recht schwer zu erreichen sind. Die kleinen Buchten erreicht man teilweise nur mit dem Motorradtaxi und dann zu Fuß über abenteuerliche Pfade.




































