Malerei auf Bali

Die balinesische Malerei ist je her etwas ganz besonderes und seit dem späteren 20. Jahrhundert auch weltberühmt.

Besonders in den Dörfern rund um die Künstlerstadt Ubud in Zentralbali gab es immer schon unzählige Maler, die meisten davon allerdings nebenberuflich. Denn hauptberufliche Künstler kannte man auf Bali ursprünglich gar nicht.

Die Malerei war mehr ein Hobby der Baumeister und Bauern. Mehr Zeit verwendete man auf das Schnitzen von Ornamenten oder die Steinmetzkunst. Denn beides benötigte man zum Bau der zahllosen Tempelanlagen.

Obwohl sich auf Bali schon früh ein ganz eigener Stil entwickelt hat, sind auch heute noch Einflüsse aus Java oder Indien erkennbar. Im Laufe des 15. Jahrhunderts begann man damit, Tempel und Paläste mit Malerei und Kunst auszustatten, die ältesten bekannten und erhaltenen Gemälde stammen aus den Jahren 1444 und 1558 und befinden sich im Pura Penataran Tempel und im Pura Batu Madeg Tempel in Besakih.

Als im frühen 20. Jahrhundert zunehmend westliche Maler nach Bali kamen, wie der berühmte Walter Spies oder Rudolf Bonnet, erlebte die Malerei einen wahren Aufschwung.

Akademien wurden gegründet und es entwickelte sich der moderne Kunststil, der heute in aller Welt als Bali-Stil bekannt ist. Erstmals wurden in dieser Zeit auch Motive gemalt, die nicht religiösen Ursprungs waren sondern dem weltlichen Leben entstammten.

Ursprünglich war die Malerei wie jede andere Kunstrichtung rein religiös bestimmt. Neben den Tempelanlagen mussten auch immer wieder aufwändige Opfergaben hergestellt werden oder Kleidung und Masken für die Theateraufführungen und Zeremonien.

Das Dorf Ubud wurde zusammen mit der Kunst weltberühmt, man findet hier traumhaft schöne Kultur in Verbindung mit wunderschöner Landschaft. Zahlreiche Ausstellungen, Galerien und Kunstläden bieten die Möglichkeit die Seele baumeln zu lassen oder das eine oder andere Stück zu erwerben.

Im Zentrum der Künstlerstadt findet sich das 1956 eröffnete Museum Puri Lukisan (Palast der Gemälde), für Kunstliebhaber ein absolutes Muss.