Verbrennungszeremonie / aben / palebon

Die Verbrennungszeremonie (aben, palebon) ist auf Bali eine der wichtigsten Zeremonien, denn bei ihr verlässt die unsterbliche Seele die materielle Hülle. Da die Ahnen, also die verstorbenen Angehörigen, eine große Rolle im Leben der Balinesen spielen, ist der Übergang der Seele vom unreinen Körper ins Jenseits ein wichtiger Schritt.

Grund zum Trauern bietet das nicht, weshalb die Prozessionen die dem Bestattungsturm wadah oder badé folgen, auch laut und bunt sind, sowie von einem Gamelanorchester begleitet werden.

Zuvor wird der Leichnam allerdings im Haus des Toten im reich geschmückten Bestattungspavillon (balé bandung) aufgebahrt. Es folgen einige Zeremonien und rituelle Reinigungen, bevor sich der Trauerzug mit dem Verstorbenen auf den Weg zum Krematoriumsplatz (pamuhunan) macht.

Dort findet unter weiteren rituellen Handlungen die eigentliche Verbrennung statt. Die Asche wird hinterher noch dem Meer übergeben und es folgen in festgesetzten Zeitabständen weitere Reinigungen der Seele.

Eine solche Zeremonie kostet natürlich eine Menge Geld, das sich nur die wenigsten Balinesen leisten können. So werden die Toten oft vorübergehend beerdigt, bis wieder eine Verbrennungszeremonie eines wohlhabenden Mitbürgers ansteht, an der man sich dann einfach beteiligt.

Mehr dazu findet sich unter: Verbrennungszeremonie auf Bali