Reisterrassen

Malerisch gelegene und saftig grüne Reisterrassen stehen mittlerweile schon fast sinnbildlich für die Insel Bali. Nahezu auf der ganzen Insel findet man sie, mit Ausnahme des Westens, denn der ist zu trocken für den Nassreisanbau.
Reisterrasse bei Amed, Bali
Aber der Rest der Insel ist dafür geeignet und so werden dort, wie schon in der Jungsteinzeit, die an steilen Hängen angelegten Terrassenfelder mit dem Wasserbüffel gepflügt. Große Maschinen sind auf den kleinen Feldern nicht einsetzbar, lediglich in der Ebene finden sich kleine Traktoren.

Angelegt wurden die Terrassen per Hand aus gestampfter Erde und Graswurzeln. Die Bewässerung findet mittels eines ausgeklügelten Systems von Kanälen statt. Bereits im 9. Jahrhundert n. Chr. hat man das so gemacht und die Systeme funktionieren bis Heute reibungslos.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Reisanbau auf Bali allerdings rückläufig. Andere Produkte wie Kaffee, Vanille, Nelken, Tabak und Zitrusfrüchte sind lukrativer. Dennoch ist der Reis ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die ländliche Bevölkerung und auch ein großer Teil der religiösen und rituellen Welt dreht sich darum.

Zuständig für den Reis ist auf Bali die Hindugöttin des Glücks, Dewi Sri. Ihr zu Ehren wird ein kleiner Schrein am Rande des Reisfeldes aufgebaut und so bald der Reis auf den Halmen Form annimmt, wird ihr geopfert.

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