Jakarta

Die Stadt Jakarta (auch Djakarta, früher Batavia) ist die Hauptstadt der Republik Indonesien und der Sitz der Fluggesellschaft Garuda Indonesia. Diese hat ihren Heimatflughafen und das Drehkreuz am Jakarta Soekarno-Hatta International Airport und man fliegt zuweilen mit ihr wenn man von Deutschland nach Bali reist.

Jakarta hat den Status einer Provinz und es leben dort etwa 8,6 Millionen Menschen malaiischer, arabischer, indischer, niederländischer und chinesischer Abstammung. Damit ist sie die größte Stadt Indonesiens. Neben ihrer schieren Größe ist sie das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes, sowie der wichtigste Verkehrsknotenpunkt.

Jakarta liegt an der Nordwestküste von Indonesiens Hauptinsel Java, in der Bucht von Jakarta, etwa 8 Meter über dem Meer. Vor der Küste liegt die zum Stadtgebiet gehörende Inselgruppe Pulau Seribu mit 105 Inseln und einem berühmten Meeresnationalpark.

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Wie die benachbarte Insel Bali ist auch Java vulkanischen Ursprungs, auch heutzutage sind noch viele der Vulkane aktiv. Große Teile Javas sind deshalb von relativ jungem vulkanischen Material bedeckt, der Boden ist teilweise recht fruchtbar. Die Umgebung Jakartas wird von daher landwirtschaftlich genutzt. In manchen Gebieten ist tropischer Regenwald zu finden.

Die Stadt liegt wie Bali auch in einer tropischen Klimazone. Es regnet im Jahr etwa 1.799 mm, die Temperatur liegt bei durchschnittlich 26,2°C mit wenig Spielraum nach oben oder unten. Regenzeit ist zwischen Dezember und März, schwere Regenfälle setzen immer wieder ganze Stadtteile unter Wasser und fordern Todesopfer.

Erste Siedler gab es im Gebiet um das heutige Jakarta schon vor tausenden von Jahren. Seit dem 12. Jahrhundert herrschte dort die Hindu-Dynastie Pajajaran, die sich gegen das sehr mächtige Majapahit-Imperium behaupten konnte.

Im 15. Jahrhundert entstand an der Stelle Jakartas eine Hafenstadt namens Sunda Kelapa, die bald zur Hauptstadt des Pajajaran-Reiches wurde. 1522 landeten dort die Portugiesen und errichteten mit Erlaubnis des Herrschers ein Fort zum Schutze des Gewürzhandels.

1527 überfiel der islamische Prinz Fatahillah aus dem Königreich Demak die Stadt und änderte den Namen in Jayakarta (Großer Sieg), denn er hatte sowohl das Pajajaran-Reich als auch die Portugiesen geschlagen. 

Ende des 16. Jahrhunderts nahm die Präsenz niederländischer Handelsreisender stark zu, 1619 übernahm die Niederländische Ostindien-Kompanie die Stadt und erklärte sie zu ihrem Hauptsitz. Der befehlshabende Generalgouverneur Jan Pieterszoon Coen benannte die Stadt in Batavia um und machte sie zur Hauptstadt der Kolonie Niederländisch-Indien.

Von hier aus kontrollierte Holland mit Beginn des 18. Jahrhunderts bereits ganz Java und Teile Sumatras. Dennoch war die Stadt selbst alles andere als ein Erholungsort. Dreck und Abwässer verbreiteten insbesondere nach der Regenzeit Krankheiten und Epidemien.

Wohlhabende Bewohner zogen mehr und mehr in die Vororte, wo das Leben um einiges gesünder war. Nachdem die Ostindien-Kompanie Ende 1799 bankrott war, übernahm der niederländische Staat die Kolonie.

Im August 1811 eroberten die Briten nach einem Angriff die Stadt und den Rest der Kolonie. Diese Herrschaft dauerte allerdings nur bis 1816, danach waren die Holländer wieder an der Reihe und konnten ihre Macht in Indonesien weiter festigen.

Im zweite Weltkrieg besetzten die Japaner die Stadt Batavia, die Zeit der Holländer war endgültig vorüber. Die der Japaner nach deren Kapitulation 1945 allerdings ebenfalls. Am 7. August 1945 erklärte der spätere Präsident Sukarno die Unabhängigkeit Indonesiens. 

Die Stadt wurde nun in Jakarta umbenannt und 1950 zur Hauptstadt der Republik Indonesien.