Bali Tauchlexikon Buchstabe T
Tauchen ist auf Bali ein beliebter Sport, es gibt unzählige Tauchreviere. Das kleine Bali Tauchlexikon Buchstabe T erklärt Begriffe von Tarierung über Tarierweste bis Taucherglocke.
Tarierung
Unter Tarierung versteht man das Steuern des Auftriebs im Wasser. Normalerweise tariert man sich als Taucher so, dass man im Wasser schwebt ohne aufzusteigen oder abzusinken.
Das gewährleistet die ideale Beweglichkeit unter Wasser. Um sich schwerer zu machen, dient der Bleigürtel und um Auftrieb zu erzeugen die Luftkammern im Jacket.
Tarierweste
Eine Tarierweste verwendete man zum Tauchen bevor es die modernen Jackets gab. Sie besteht aus einer einfachen Weste mit einem Luftschlauch, der nach Bedarf aufgeblasen werden kann. Als Rettungsweste ist sie durchaus brauchbar, um einen Verunglückten beispielsweise schnell an die Oberfläche zu bekommen.
Sie sorgt für eine ohnmachtssichere Schwimmlage an der Wasseroberfläche und ist in Leuchtfarben ausgeführt um den Verunglückten schnell zu finden.
Tauchboje
Eine Tauchboje ist eine Markierungsboje die über dem Taucher an der Wasseroberfläche schwimmt und mit ihm durch eine Schnur verbunden ist. Sie markiert die Position des Tauchers und signalisiert Booten ihn zu umfahren. Gerade in den stärker frequentierten Tauchgebieten Balis ist das durchaus sinnvoll.
Tauchcomputer
Ein Tauchcomputer ist ein überaus praktisches Hilfsmittel beim Tauchen. Das auch als Dekompressions-Computer bezeichnete Gerät führt all die Berechnungen durch, die man ansonsten mit Hilfe von Tabellen durchführen müsste.
Die Dekompressionszeiten beispielsweise, die Stickstoff-Sättigung und -Entsättigung der Gewebe oder die Pausen zwischen den einzelnen Tauchgängen. Berücksichtigt werden dabei Daten des aktuellen Tauchgangs, wie Zeit, Tiefe oder Wassertemperatur.
Taucherglocke
Die Taucherglocke ist ein Behälter ohne Boden, der mit Luft gefüllt unter Wasser getaucht wird. In ihr können mehrere Taucher arbeiten und beispielsweise Reparaturarbeiten durchführen ohne von der Tauchausrüstung direkt behindert zu werden.
Beim Freizeittauchen kommen solche Hilfsmittel freilich nicht zur Anwendung, so wird man sie auf Bali eher nicht finden.
Tauchergrundausrüstung
Siehe ABC-Ausrüstung
Taucheruhr
Eine Taucheruhr ist eine Uhr die bis in große Tiefen wasserdicht ist. Sie sollte gut ablesbar sein und über einen drehbaren Tauchzeitring verfügen. Dieser dient dazu, die bereits getauchte Zeit immer im Blick zu haben.
Aus Sicherheitsgründen lässt sich so ein Ring nur nach links drehen, damit er nicht versehentlich zurückgedreht wird. Das würde dem Taucher eine längere verbleibende Tauchzeit vorgaukeln und ihn der Gefahr aussetzen, von einer leeren Pressluftlasche überrascht zu werden. Dreht sich der Ring aber nur nach links, kann es höchstens zu einem vorzeitigen Auftauchen kommen.
Heutzutage werden die Funktionen einer Taucheruhr meist vom Tauchcomputer übernommen.
Tauchhandschuhe
Siehe Handschuhe
Tauchmesser
Siehe Messer
Tauchtauglichkeit
Die Tauchtauglichkeit wird von einem Arzt mit entsprechender Fachkenntnis festgestellt und sagt aus, ob ein Mensch gesundheitlich zum Tauchen geeignet ist oder nicht. Eine Tauchschule wird immer ein ärztliches Attest verlangen, bevor die Ausbildung beginnt.
Tiefenmesser
Ein Tiefenmesser ist ein Messinstrument das die aktuelle Tauchtiefe misst und anzeigt. Er funktioniert über den Druck, der bei zunehmender Tauchtiefe um etwa 1 bar pro 10m zunimmt. Der Druckunterschied zwischen Wasseroberfläche und Tauchtiefe lässt sich zu sehr präzisen Messungen heranziehen.
Man unterscheidet mehrere Bauformen. Der Boyle-Mariottesche Tiefenmesser besteht aus einem mit Luft gefüllten Glasröhrchen das auf einer Seite geschlossen ist. Unter Wasser dringt selbiges in das Röhrchen ein und komprimiert die darin enthaltene Luft. Je höher der Druck ist, desto weiter dringt das Wasser ein. Allerdings ist diese Art der Messung nur bis zu einer Tiefe von etwa 10 Metern genau genug, da der zurückgelegte Weg der Wassersäule immer kürzer und das Ablesen immer schwieriger wird.
Der Rohrfedertiefenmesser besteht aus einem spiralförmig gebogenen Rohr aus Metall. Bei steigendem Druck streckt sich das Rohr und zeigt mittels eines daran befestigten Zeigers die Tauchtiefe an.
Der Membrantiefenmesser besteht aus einer Dose die mit einer federnden Membrane verschlossen ist. Bei steigendem Druck wird diese eingedrückt und diese Bewegung auf einen Zeiger übertragen gibt die Tauchtiefe an.
Tiefenrausch
Der Tiefenrausch, auch als Stickstoff- oder Inertgas-Narkose bezeichnet, ist ein Rauschzustand der beim Tauchen ab 30 Metern Tiefe auftreten kann. Abhängig ist das von der körperlichen Verfassung des Tauchers und seinem allgemeinen Gesundheitszustand.
Die Symptome eines Tiefenrausches sind veränderte akustische Wahrnehmung, eingeschränktes Urteilsvermögen, Euphorie oder Angst und ein metallischer Geschmack. Nach dem Tauchgang kann eine bleibende Müdigkeit auftreten.
Auf Bali muss man aber selten so tief tauchen, viele der Korallenbänke und auch viele der Fische liegen in viel seichteren Gewässern.
Totraum
Der Totraum ist ein Bereich im Luftversorgungssystem eines Tauchers, in dem kein genügender Gasaustausch stattfindet. Ein zu langer Schnorchel wäre ein gutes Beispiel. Durch die Atmung wird ab einer gewissen Schnorchellänge das Gas nicht mehr ausgestoßen und neu eingeatmet sondern nur im Rohr hin und her bewegt. Dadurch kommt es zum Sauerstoffmangel.
Da auf Bali schon dicht unter der Wasseroberfläche Korallen und Fische zu beobachten sind, kommt man gar nicht in Versuchung den Schnorchel derart zu verlängern.
Trimix
Trimix ist die Handelsbezeichnung für ein Atemgasgemisch aus Sauerstoff, Helium und Stickstoff. Es verringert die Gefahr eines Tiefenrausches und wird bei Tauchgängen über 50 Meter Wassertiefe eingesetzt.
Allerdings bieten nicht alle Tauchschulen Trimix an, es erfordert zudem eine spezielle Ausbildung. Auf Bali wird man es kaum bekommen und nicht benötigen, denn jenseits der 50 Meter gibt es schlicht nichts mehr zu sehen.
Trockentauchanzug
Der Trockentauchanzug schließt den Körper des Tauchers komplett wasserdicht ab. Am Hals und an den Ärmeln wird der Anzug mit eng anliegenden Latex- oder Neoprenmanschetten abgedichtet und er besitzt einen wasserdichten Reißverschluss. Man unterscheidet zwei Bauformen.
Die Selbstisolierenden Anzüge aus Neopren und die nicht selbst isolierenden aus einer dünnen Membrane. Der Kälteschutz erfolgt hier durch untergezogene Kleidung. Der Anzug kann mit Pressluft oder Argon aufgeblasen werden und bietet so einen besseren Kälteschutz.
Bei Pressluft erfolgt das einfach durch einen Schlauch am Atemregler und entsprechende Ventile. Man kann so sogar über den Anzug tarieren und auf das Jacket verzichten, allerdings ist das unsicher, denn ein kleines Leck am Anzug kann ihn schnell volllaufen lassen. Da man für den großen Auftrieb des Anzugs viel Blei benötigt, kann das schnell zu gefährlichen Situationen führen. Zudem ist der Lageausgleich unter Wasser schwierig, da sich die Luft im Anzug immer an der höchsten Stelle sammelt und sich so schlecht kontrollieren lässt.
Der Umgang mit einem Trockentauchanzug sollte vorher geübt werden. Auf Bali benötigt man ihn ohnehin kaum, denn lediglich in den Bergseen ist das Wasser so kalt dass er sinnvoll wäre.


















